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PAK672 "Leistungsverfügbarkeit - Logistics on Demand"

Der Paketantrag 672 an der TU Dortmund ist ein Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 
Auf dieser Homepage möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Einblick(e) in die Forschungsarbeit des Projektes zu nehmen.
Wenn Sie Fragen zu einzelnen Themen haben, können Sie sich gerne an die entsprechenden Kontaktpersonen wenden. 

PAK672 "Leistungsverfügbarkeit - Logistics on Demand"

Im Paketantrages 672 „Leistungsverfügbarkeit – Logistics on Demand“ liegt der Forschungsschwerpunkt auf intralogistischen Systemen. Intralogistiksysteme unterstützen den standortinterner Materialfluss vom Wareneingang über die Lagerung, Kommissionierung und Verpackung bis hin zum Warenausgang von Stückgütern. Zurzeit werden diese Systeme im Rahmen von Untersuchungen zur Gestaltung von Liefer-, Produktions- und Distributionsnetzen (kurz: Liefernetzwerk) vielfach nur als „Black-Box“ mit unbegrenzter Kapazität betrachtet. Ein Grund dafür liegt in der granulaten Datenaggregation von standortinternen Materialflüssen für Analysewerkzeuge von Liefernetzwerken. 
Das Ziel des Paketantrags ist es, die für die Optimierung von intralogistischen Systemen in Liefernetzwerken notwendigen Daten und Informationen zu ermitteln bzw. geeignete Konzepte für deren Erhebung zu entwickeln. Hierbei spielt insbesondere die Reaktion der intralogistischen Systeme auf Ereignisse von nicht oder schwer determinierbaren Veränderungen aus der Umwelt eine entscheidende Rolle. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten ermöglichen eine wandlungsfähige Gestaltung und Bewertung intralogistischer Systeme und deren Flexibilität. Das Forschungsprojekt schafft damit eine Grundlage zur Gestaltung und Dimensionierung sowie zum ressourceneffizienten Betrieb eines Liefernetzwerkes gemäß vordefinierter Systemlasten.
Der für diesen Paketantrag zentrale Begriff Leistungsverfügbarkeit ist in der VDI-Richtlinie 4486 definiert als anforderungs- und termingerechter „Erfüllungsgrad von zwischen Vertragspartnern (Hersteller und Anwender) vereinbarten Prozessen unter Einhaltung der vereinbarten Rahmenbedingungen.“ Der Erfüllungsgrad berechnet sich entweder mittels der Wartezeiten (hervorgerufen durch Anlagenstörungen, Stau etc.) oder der Anzahl an unpünktlichen Gütern unter Einhaltung von vorher vereinbarten Rahmenbedingungen. 
Die Forschungsarbeiten im Paketantrag 672 wird die Definition der Leistungsverfügbarkeit auf die Betrachtung von Wirkzusammenhängen innerhalb intralogistischer Prozesse erweitert. In diesem Kontext sind Berechnungsmethoden, Simulationsmodelle, Modelle zur Strukturabbildung und Visualisierungswerkzeuge zu entwickeln, um einen adaptiven Gestaltungsprozess für intralogistische Systeme zu unterstützen. Untersucht werden klassische Stetigfördertechnik und zellulare Unstetigfördertechnik. Die einzelnen Teilprojektanträge haben eine grundsätzlich verschiedene Perspektive auf ein Intralogistiksystem.
In den Teilprojekten C1 und C3 werden Methoden zur Zustandserfassung, Entscheidungsunterstützung bei definierten Ereignissen oder Zuständen einschließlich der Umsetzung der gewählten Maßnahmen entwickelt. Die beiden Teilprojekte schaffen die Basis für die Strukturabbildung und die Visualisierung von intralogistischen Systemen und Prozessen.
Die Gewährleistung bzw. Erhöhung der Leistungsverfügbarkeit durch die permanente Überwachung der Systemlast und deren Auswirkungen auf die Instandhaltungsmaßnahmen analysieren die Teilprojekte C1, C3 und C4. In den Teilprojekten werden alle Ereignisse aus dem Liefernetzwerk (z.B. verspätete Anlieferung), den Standortprozessen (z.B. Verzögerungen bei der Warenvereinnahmung) und dem Systemverhalten (z.B. Anlagenstörung) im Wareneingang, der Kommissionierung etc. erfasst. Das ermöglicht eine Analyse der Wirkung auf die Leistungsverfügbarkeit intralogistischer Systeme.
Der Einfluss der Materialflusssteuerung und der Steuerungsstrategien auf die Leistungsverfügbarkeit wird in den Teilprojekte C5 und C10 analysiert. In diesem Kontext sind die aus der Softwareentwicklung bekannte „Echtzeitfähigkeit“ und deren Zusammenhang mit der Leistungsverfügbarkeit entscheidend.
Die Zusammenarbeit zwischen den Teilprojekten wird durch Demonstratoren sowie eine Sammlung von Referenzszenarien gefördert. Diese werden in allen Teilprojekten vollständig oder zumindest teilweise verwendet. Die Demonstratoren repräsentieren eine Versuchsumgebung, um empirischen Untersuchungen zu validieren und die Ergebnisse der Teilprojekte zu veranschaulichen. Ziel ist, zwischen den Teilprojekten eine Vergleichbarkeit bei der Beschreibung der Leistungsverfügbarkeit von intralogistischen Systemen herzustellen und zu gewährleisten.
Die Referenzszenarien basieren auf Daten eines europäischen Netzwerkes der Distributionslogistik mit mehreren tausend Artikeln. Betrachtet wird ein stark saisonal bestimmter Markt, der aufgrund von Sortimentswechseln hohe Spitzenlasten für die dazugehörigen intralogistische Systeme zur Folge hat. Die Szenarien sind sehr gut geeignet, die Vorteile einer flexiblen und wandelbaren Unstetigfördertechnik, wie der zellularen Fördertechnik aufzuzeigen. Die Szenarien umfassen die Daten für einen definierten Ist-Zustand und den antizipierten Soll-Zustand für ausgewählte Standorte unterschiedlicher Größe.

Der Paketantrag 672 an der TU Dortmund ist ein Forschungsprojekt der Deutschen Forschnugsgemeinschaft. Auf dieser Homepage möchten wir Ihnen Einblicke in die Forschungsarbeit zum Projekt gewähren.
Wenn Sie Fragen zu einzelnen Themen haben, können Sie sich gerne an die entsprechenden Kontaktpersonen wenden.
 

DEUTSCHE FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT FÖRDERT FORSCHUNG ZU INNERBETRIEBLICHER LOGISTIK


Sprecher und Projektleiter Prof. Michael ten Hompel, TU Dortmund/Fraunhofer IML, Prof. Andrzej Górak, Prorektor Forschung der TU Dortmund, und Prof. Jürgen Roßmann, RWTH Aachen und RIF Institut für Forschung und Transfer. Bild: Fraunhofer

Wie kommen die Koffer vom Check-in ins richtige Flugzeug? Und wie kommen in der Automobilproduktion sämtliche Bauteile dorthin, wo sie im Fertigungsprozess benötigt werden? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert die Intralogistik, die alle innerbetrieblichen Materialflüsse umfasst. Mit Blick auf die zunehmende Schnelligkeit und den wachsenden Preisdruck sind die heutigen Intralogistik-Systeme dem hohen Maß an Flexibilität und Robustheit nicht mehr gewachsen. Über die Leistungsverfügbarkeit und -fähigkeit neuer, dezentral gesteuerter Systeme wie der Zellularen Fördertechnik gibt es allerdings noch keine belastbaren Daten. Die TU Dortmund hat darauf reagiert und einen Forschungsantrag an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gestellt, der im August 2012 bewilligt wurde. Rund eine Million Euro stellt die DFG insgesamt 30 Monate lang für das Kooperationsprojekt „Leistungsverfügbarkeit – Logistics on Demand“ (Paketantrag 672) zur Verfügung.

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